Shopify rechtssicher machen in 10 Schritten

Brauche ich für meinen Shop ein Impressum? Wie stellt man die Mehrwertsteuer richtig dar? Und welche Informationen muss man eigentlich beim Checkout anzeigen?

Bevor du deinen Store veröffentlichen und endlich mit dem Verkauf deiner Produkte beginnen kannst, musst du Shopify noch für den deutschen bzw. europäischen Markt anpassen.

In diesem Guide erfährst du, wie du mit Hilfe von Experten wie dem Händlerbund oder der IT-Recht Kanzlei Shopify rechtssicher machen kannst.

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Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient lediglich zu Informationszwecken und stellt keine professionelle Rechtsberatung dar.


Rechtstexte

Rechtstexte erstellen

Rechtstexte müssen auf fast allen Webseiten eingebunden werden, vor allem auf denen mit einem kommerziellen Hintergrund wie einem Onlineshop.

Speziell für Online-Händler erstelle Rechtstexte erhälst du zum Beispiel vom Händlerbund, der IT-Recht Kanzlei oder deinem Rechtsanwalt.

Impressum

Im Impressum erfahren die Besucher einer Webseite, welche Person oder welches Unternehmen hinter dieser steht und wie der Anbieter der Inhalte erreichbar ist. Unter die Impressumspflicht fallen alle Webseiten, die kommerzielle Ziele verfolgen.

Laut § 5 Abs. 1 TMG muss das Impressum „leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar“ sein. Idealerweise lässt sich das Impressum von jeder Seite aus mit nur einem Klick aufrufen. Daher wird der Link für gewöhnlich im Footer einer Webseite platziert.

Folgende Informationen müssen dann enthalten sein:

Informationen über den Webseitenbetreiber
  • Vor- und Nachname
  • Anschrift
  • Telefonnummer
  • Faxnummer
  • E-Mail Adresse
Informationen über das Unternehmen
  • Firma inkl. Rechtsform
  • Sitz
  • Telefonnummer
  • Faxnummer
  • E-Mail Adresse
  • Vertretungsberechtigter
Informationen über die Unternehmensregistrierung
  • Umsatzsteuer-ID
  • Registernummer
  • Registergericht
EU-Streitbelegungsplattform

Da Verbraucher über deine Webseite online Verträge mit dir abschließen können, muss im Impressum deines Shopify-Stores zwingend ein Verweis mit klickbarem Link zur Plattform zur Online-Streitbelegung vorhanden sein.

Verbraucherstreitbelegung

Außerdem müssen Online-Händler noch angeben, ob sie bereit für die Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle sind.

Datenschutzerklärung

In der Datenschutzerklärung wird gemäß § 13 Abs. 1 TMG über „Art, Umfang und Zwecke der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten“ aufgeklärt.

Der Besucher soll dadurch Antworten auf folgende Fragen erhalten:

  • Welche persönliche Daten werden erhoben?
  • Wie und von wem werden diese Daten verwendet?
  • Wie lange werden diese Daten aufbewahrt?

Im Fall eines Online-Händlers kann das z. B. im Rahmen einer Bestellung die Verarbeitung und Weitergabe von Kundendaten an Zahlungsanbieter und Versanddienstleister oder für Marketingzwecke an Google Analytics oder Facebook sein.

In der Datenschutzerklärung wird außerdem auf die Verwendung von Cookies, Kontaktformularen und Social Media Plugins hingewiesen.

Der Nutzer muss seine Einwilligung zu Beginn des Nutzungsvorgangs bewusst erteilen und auch die Möglichkeit haben, diese jederzeit zu widerrufen. Außerdem kann auch eine Löschung der Daten beantragt werden.

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) legst du den rechtlichen Rahmen für die Verträge zwischen dir und deinen Kunden fest. Zu den darin enthaltenen Informationen gehören u. a.:

  • Geltungsbereich
  • Gerichtsstand
  • Anwendbares Recht
  • Vertragsschluss
  • Zahlungsbedingungen
  • Liefer- und Leistungsbedingungen
  • Gewährleistung
  • Eigentumsvorbehalt

Damit sichergestellt ist, dass der Kunde die AGB auch wirklich zur Kenntnis genommen und verstanden hat, werden diese während des Bestellvorgangs nochmals angezeigt und müssen per Checkbox akzeptiert werden, bevor der Kauf abgeschlossen werden kann.

Durch die Nutzung von AGB können Online-Händler die gesetzlichen Regelungen zu ihrem Vorteil verändern. Aber Achtung: Unzulässige Klauseln stellen einen Wettbewerbsverstoß dar und können eine Abmahnung zur Folge haben.

Widerrufsbelehrung

Laut § 312g Abs. 1 BGB steht den Kunden eines Onlineshops ein Widerrufsrecht gemäß § 355 BGB zu. Hierüber muss der Kunde auf deiner Seite zwingend informiert werden. Pflichtangaben sind:

  • Firma inkl. Rechtsform
  • Sitz
  • Telefonnummer
  • Faxnummer
  • E-Mail Adresse

Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage und beginnt mit Vertragsschluss (s. AGB), soweit nichts anderes bestimmt ist. Immer mehr Online-Händler bieten aber freiwillig ein 30-tägiges Widerrufsrecht an.

Um den Vorgang für Verbraucher so einfach wie möglich zu gestalten, sollte von jedem Onlineshop ein Widerrufsformular zur Verfügung gestellt werden, das vom Kunden nur noch ausgefüllt werden muss.

Wie die AGB muss auch die Widerrufsbelehrung in den Checkout eingebunden und vom Käufer gelesen und akzeptiert werden, bevor die Bestellung getätigt werden kann.

Zahlungs- und Versandbedingungen

Damit deine Kunden bereits vor dem Kauf sehen können welche Zahlungsmöglichkeiten sie haben, wie hoch die Versandkosten sind oder wie lange der Versand dauern wird, musst du in deinem Shopify Shop auch die Zahlungs- und Versandbedingungen hinterlegen.


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Rechtstexte im Shop einbinden

Nachdem du deine Rechtstexte erstellt bzw. professionell hast erstellen lassen, musst du sie in deinem Shop einbinden.

  1. Gehe im Shopify Adminbereich zu Einstellungen > Rechtliches.
  2. Füge alle fünf Rechtstexte hinzu.
  3. Klicke auf Speichern.

Rechtstexte im Shop anzeigen

Damit die Rechtstexte auf jeder deiner Seiten aufrufbar und leicht zu finden sind, solltest du sie im Footer deines Shops hinzufügen. Bei den meisten Themes passiert das automatisch.

Alternativ fügst du die Rechtstexte so manuell hinzu:

  1. Gehe im Shopify Adminbereich zu Onlineshop > Navigation.
  2. Wähle dort das Fußzeilenmenü und klicke anschließend auf Menü-Eintrag hinzufügen.
  3. Gib dem Eintrag einen Namen (z.B. Impressum), wähle unter Link den Punkt Rechtstexte aus und klicke dann auf den entsprechenden Text.
  4. Nachdem du alle Rechtstexte hingefügt hast, musst du noch Speichern.

Sobald ein Besucher deine Webseite betritt, musst du ihn auf die Verwendung von Cookies hinweisen und ihm die Möglichkeit geben, deren Verwendung abzulehnen.

Unterschieden wird hierbei zwischen technisch notwendigen und sonstigen Cookies, die es dir z. B. erlauben deinen Besuchern personalisierte Werbung anzuzeigen oder ihr Verhalten auf deiner Webseite mit Google Analytics nachzuvollziehen.

  1. Gehe im Shopify Adminbereich zu Onlineshop > Konfigurationen.
  2. Im Abschnitt Datenschutz des Kunden setzt du einen Haken bei Eingeschränktes Tracking bei Kunden in Europa.
  3. Danach musst du die Datenschutz-Banner-App von Shopify installieren und konfigurieren.

So weist du deine Besucher auf die Verwendung von Cookies in deinem Shop hin und die Cookies werden erst nach der Zustimmung des Besuchers gesetzt. Aber Achtung: Das trifft nur auf die Cookies zu, die du im Shopify Adminbereich hinzugefügt hast (Facebook Pixel, Google und Bing) und nicht per Code.


Mehrwertsteuer und Versandkosten anzeigen

Mehrwertsteuer

Laut § 1 Abs. 2 Nr. 1 PAngV bist du als Händler verpflichtet anzugeben, dass die Mehrwertsteuer bereits im Preis enthalten ist.

  1. Gehe im Shopify Adminbereich zu Einstellungen > Steuern.
  2. Im Bereich Steuerberechnungen setzt du nun einen Haken für Alle Preise inklusive Steuern anzeigen.
  3. Damit von nun an bei jedem Preis der Hinweis „inkl. MwSt.“ erscheint, musst du noch Speichern.

Wenn du Kleinunternehmer bist, gilt diese Regelung für dich nicht. Statt unter Punkt 2 einen Haken zu setzen, lässt du diesen leer. Dafür musst du deinem Shop aber einen Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung hinzufügen.

  1. Gehe im Shopify Adminbereich zu Onlineshop > Themes.
  2. Klicke auf Anpassen und wähle die Kategorie Fußzeile.
  3. Gebe unter Text den Hinweis ein, z. B. „Aufgrund Kleinunternehmerstatus gem. § 19 UStG wird die Mehrwertsteuer nicht ausgewiesen.“
  4. Schließlich musst du noch Speichern.

Versandkosten

Neben dem Hinweis auf die Mehrwertsteuer müssen gemäß § 1 Abs. 2 Nr.2 PAngV auch die Versandkosten angegeben werden, selbst wenn der Versand kostenlos ist. Hierzu musst du auf die Seite mit den Versandbedingungen verlinken.

Wie du die Zahlungs- und Versandbedingungen in deinem Shop hinterlegst, hast du gerade im Abschnitt Rechtstexte erfahren. Daher sollte bei dir bereits neben jedem Preis der Hinweis „zzgl. Versandkosten“ erscheinen.


Preisinformationen darstellen

Grundpreis

Falls du deine Produkte nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche anbietest, musst du für diese nach § 2 Abs. 1 PAngV neben dem Gesamtpreis auch den Grundpreis anzeigen.

In § 2 Abs. 3 PAngV kannst du nachlesen, welche Mengeneinheit du verwenden musst. Damit der Grundpreis auf deinem Shop angezeigt werden kann, musst du außerdem noch Änderungen am Code vornehmen – erstelle also unbedingt vorher ein Backup.

  1. Gehe im Shopify Adminbereich zu Produkte > Alle Produkte.
  2. Wähle das Produkt aus, dem du einen Grundpreis hinzufügen möchtest.
  3. Unter Preisgestaltung setzt du nun einen Haken für Grundpreis für dieses Produkt anzeigen.
  4. Es erscheinen zwei Felder, die du ausfüllen musst: Gesamtmessung des Produkts und Grundpreis.
  5. Schließlich musst du noch ein Code-Snippet hinzufügen, damit der Grundpreis auch für dein Theme angezeigt werden kann.

Streichpreise

Mit einem Streichpreis kannst du deinen Kunden zeigen, dass ein bestimmter Artikel aktuell zu einem Sonderpreis zu haben ist. Im Gegensatz zum Grundpreis sind hierfür keine Änderungen am Code nötig.

  1. Gehe im Shopify Adminbereich zu Produkte > Alle Produkte.
  2. Wähle das Produkt aus, dem du einen Streichpreis hinzufügen möchtest.
  3. Im Abschnitt Preisgestaltung gibst du unter Preis den neuen Aktionspreis, unter Durchgestrichener Vergleichspreis den alten, vollen Preis an.

Artikeldetailseite anpassen

Lieferzeit

Zusätzlich zu den Zahlungs- und Versandbedingungen musst du auch direkt auf der Artikelseite angeben, wie lang die Lieferzeit für das angebotene Produkt ist. Die einfachst Methode ist wohl, die Lieferzeit einfach der Produktbeschreibung hinzuzufügen.

Welche anderen Möglichkeiten es gibt, erfährst du im Post Shopify Lieferzeit hinzufügen.

Wesentliche Produkteigenschaften

Eine Artikeldetailseite muss die „wesentlichen Produkteigenschaften“ enthalten. Das sind die Informationen, die ein durchschnittlicher Verbraucher benötigt, um dein Produkt mit anderen Angeboten vergleichen zu können.

Garantie und Garantiebedingungen

Wenn du bzw. der Hersteller des Produkts eine Garantie anbietet, musst du deine Kunden auch über das Bestehen der Garantie und die verbundenen Garantiebedingungen aufklären.

Diese Informationen kannst du entweder direkt in die Artikelbeschreibung aufnehmen oder, falls für dein komplettes Sortiment die gleichen Garantiebedingungen gelten, eine extra Seite dafür erstellen und verlinken.


Warenkorb anpassen

Im Warenkorb müssen gemäß § 1 Abs. 2 PAngV die Mehrwertsteuer, die anfallenden Versandkosten und ggf. der Grundpreis sichtbar sein. Während der Hinweis auf die Mehrwertsteuer automatisch angezeigt wird, musst du für die Versandkosten je nach Theme die Sprachvariablen bearbeiten.

Versandkosten

Um das zu prüfen, kannst du testweise einen Artikel in den Warenkorb legen und den Checkout einleiten. Falls der Hinweis auf die Versandkosten fehlt, kannst du ihn wie folgt hinzufügen:

  1. Gehe im Shopify Adminbereich zu Onlineshop > Themes.
  2. Unter Aktionen > Sprachen bearbeiten findest du die Sprachvariablen.
  3. Öffne nun den Reiter Cart und suche nach Taxes included and shipping policy.html.
  4. Ändere nun die Sprachvariable, z. B. in „inkl. MwSt. zzgl. 4,99 Euro Versandkosten innerhalb Deutschlands“.
  5. Klicke auf Speichern.

Abgebrochene Warenkörbe

Wenn ein Kunde etwas in den Warenkorb gelegt hat, die Bestellung aber nicht abgeschlossen hat, kannst du ihm mit Shopify automatisch eine E-Mail senden. Das hört sich toll an, wird in Deutschland aber als Spam angesehen und ist daher verboten.

  1. Gehe im Shopify Adminbereich zu Einstellungen > Benachrichtigungen.
  2. Im Abschnitt E-Mail Marketing findest du die Rubrik Abgebrochene Warenkörbe. Stelle sicher, dass für Automatisch E-Mails bei abgebrochenen Warenkörben senden kein Haken gesetzt ist.
  3. Falls du Änderungen vorgenommen hast, musst du jetzt noch Speichern.


Checkout / Bestellübersicht anpassen

§ 312j BGB regelt, welche Informationen während des Checkouts bzw. auf der Bestellübersichtsseite angezeigt werden müssen.

Wesentliche Produkteigenschaften und Bestellbutton

Die wesentlichen Produkteigenschaften werden automatisch aus der Artikelbeschreibung übernommen. Einen eindeutigen Bestellbutton gibt es bei Shopify ebenfalls, sodass du nichts weiter tun musst.

AGB und Widerrufsbelehrung

Standardmäßig wird auch der Hinweis auf die AGB und die Widerrufsbelehrung im Shopify Checkout bereits angezeigt. Um sicher zu gehen, kannst du das natürlich selbst nachprüfen.

Dazu legst du einen beliebigen Artikel in den Warenkorb und gehst weiter zum Checkout. Falls du den Hinweis siehst, bevor du die Bestellung abschließen musst, kannst du zum nächsten Punkt springen.

Andernfalls gehst du wie folgt vor:

  1. Prüfe unter Einstellungen > Checkout, ob du im Abschnitt Rechtstexte alle Texte korrekt hinterlegt hast und im Abschnitt Bestellabwicklung der Haken für Einen Bestätigungsschritt erfordern gesetzt ist.
  2. Andernfalls musst du unter Onlineshop > Themes die Sprachvariablen aufrufen, indem du auf Aktionen > Sprachen bearbeiten klickst.
  3. Wähle Checkout & System aus und gib im Suchfeld review notice ein.
  4. Unter der Überschrift Checkout & system / Checkout review findest du das Textfeld Review notice html. Wenn dieses leer ist, fügst du dort den unten stehenden Text ein.
  5. Schließlich musst du noch Speichern.
Ich erkläre mich mit den {{ terms_of_service }} einverstanden und habe die {{ refund_policy }} nebst Muster-Widerrufsformular zur Kenntnis genommen.

Versandkosten

Schließlich müssen auch die Versandkosten während des Bestellvorgangs angezeigt werden. Falls du diese noch nicht hinterlegt hast, kannst du das so nachholen:

  1. Gehe im Shopify Adminbereich zu Einstellungen > Versand.
  2. Im Bereich Versandtarife am Checkout kannst du eine Versandzone hinzufügen und deine Versandkosten nach Gewicht oder Ländern aufteilen.
  3. Klicke danach auf Speichern. Die Versandkosten werden nun im Checkout angezeigt.

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E-Mail Benachrichtigungen anpassen

Nachdem der Kunde seine Bestellung getätigt hat und ein Vertrag zustande gekommen ist, musst du ihm gemäß § 312f Abs. 2 BGB einige Pflichtinformationen per E-Mail zukommen lassen:

  • AGB
  • Widerrufsbelehrung

Du kannst hierfür das PDF-Format verwenden und gleichzeitig einen Link zu einem kostenlosen PDF-Reader in deine E-Mail einfügen.

Standardmäßig werden die Pflichtinformationen bereits von Shopify an die Bestellbestätigung angehängt, sodass du nichts weiter zu tun brauchst.

Sollte es aber Probleme geben, gehst du wie folgt vor. Da hierfür Änderungen am Code nötig sind, solltest du unbedingt vorher ein Backup erstellen.

  1. Unter Einstellungen > Benachrichtigungen findest du den Punkt Bestellbestätigung.
  2. Falls noch nicht vorhanden, fügst du ganz am Ende des Codes das unten stehende Code-Snippet ein.
  3. Schließlich musst du noch Speichern.
{{ shop.terms_of_service | attach_as_pdf: "AGB" }}
{{ shop.refund_policy | attach_as_pdf: "Widerrufsbelehrung" }}

Newsletter anpassen

Damit du an eine Person einen Newsletter versenden darfst, muss diese beim Anmelden einen Haken in einer Checkbox setzen und zusätzlich noch ihre Entscheidung durch das Anklicken eines Links in einer Bestätigungs-Mail bekräftigen. Das schreibt § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG vor.

Erst wenn dieses Double-Opt-In Verfahren abgeschlossen ist, darfst du Werbung an einen Abonnenten versenden – andernfalls drohen hohe Strafen. Außerdem musst der Verbraucher jederzeit die Möglichkeit haben, den Newsletter wieder abzubestellen.

Double-Opt-In Verfahren aktivieren

So kannst du in Shopify das Double-Opt-In Verfahren aktivieren:

  1. Gehe im Shopify Adminbereich zu Einstellungen > Benachrichtigungen.
  2. Im Abschnitt E-Mail Marketing setzt du einen Haken bei Anforderung, dass Kunden dein Abonnement bestätigen müssen.
  3. Aktiviere das Double-Opt-In Verfahren, indem du auf Speichern klickst.

Abmeldung jederzeit möglich

Schließlich müssen wir noch die Sprachvariablen bearbeiten und den Kunden informieren, dass eine Abmeldung vom Newsletter jederzeit möglich ist.

  1. Gehe im Shopify Adminbereich zu Onlineshop > Theme.
  2. Unter Aktionen findest du den Punkt Sprachen bearbeiten.
  3. Klicke nun auf Checkout & System und suche nach Checkout marketing.
  4. Hier kannst du z. B. den Satz „Sie können den Newsletter jederzeit wieder abbestellen.“ hinzufügen.
  5. Klicke auf Speichern.

Kontaktformular anpassen

Ein Kontaktformular ist eine beliebte Methode, Interessenten eine Nachricht senden zu lassen.

Du musst im Kontaktformular allerdings auf deine Datenschutzerklärung verlinken, in der erklärt wird wie die über das Kontaktformular erhobenen Informationen von dir verarbeitet werden.

Dafür ist wieder ein Eingriff in den Code nötig. Denke also daran, ein Backup zu erstellen.

  1. Gehe im Shopify Adminbereich zu Onlineshop > Themes.
  2. Unter Aktionen findest du den Punkt Code bearbeiten.
  3. Öffne die Datei page.contact.liquid.
  4. Am Ende des Codes findest du die Zeile {% endform %}. Darüber fügst du das unten stehende Code-Snippet ein (vergiss nicht domain.de in deine Domain zu ändern).
  5. Klicke danach auf Speichern.
Bitte beachten Sie unsere <a href="https://domain.de/policies/privacy-policy">Datenschutzerklärung</a>.

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Fazit: Shopify rechtssicher machen

Shopify ist zwar durch Trusted Shops, den Händlerbund und die IT-Recht Kanzlei vorzertifiziert – aber wie du gesehen hast, waren durch dich definitiv noch einige Anpassungen vorzunehmen. Wenn du die oben stehenden Schritte alle befolgt hast, solltest du auf einem guten Weg sein.

An dieser Stelle aber nochmals der Hinweis: Dieser Artikel stellt keine professionelle Rechtsberatung dar. Wenn du Shopify rechtssicher machen willst, solltest du unbedingt in eine Mitgliedschaft beim Händlerbund oder der IT-Recht Kanzlei investieren.

Nicht umsonst kam in unserem Ranking über Shopify Kosten diese Ausgabe an zweiter Stelle, direkt hinter den Kosten für Shopify selbst. Für ein paar Euro monatlich bekommst du eine ausführliche Shop-Prüfung durch erfahrene Juristen, abmahnsichere und stets aktuelle Rechtstexte für Shopify und andere Plattformen wie Amazon, und noch vieles mehr.


Häufig gestellte Fragen

Wie rechtssicher ist Shopify?

Shopify ist durch Trusted Shops, den Händlerbund und die IT-Recht Kanzlei vorzertifiziert und bietet die Voraussetzungen für einen DSGVO-konformen Betrieb. Trotzdem müssen einige Anpassungen vorgenommen werden, bevor man mit Shopify rechtssicher in Deutschland verkaufen kann.

Ist Shopify in Deutschland legal?

Shopify ist in Deutschland legal und wird von zahlreichen Marken als Shopsystem verwendet. Es müssen allerdings einige Änderungen vorgenommen werden, bevor alle rechtlichen Vorgaben für den Online-Handel in Deutschland erfüllt sind.

Welche Rechtstexte braucht ein Online-Shop?

Ein Online-Shop muss ein Impressum, eine Datenschutzerklärung, Allgemeine Geschäftsbedingungen, eine Widerrufsbelehrung samt Muster-Widerrufsformular und die Zahlungs- und Versandbedingungen als Rechtstexte enthalten.


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